Altersdemenz bei Katzen

Jede Katze wird auch einmal alt werden. Dies kann bedeuten, dass sie ebenfalls an klassischen Alterserscheinungen leidet. Beispielsweise gibt es auch bei Katzen eine Altersdemenz. Nicht viele Katzenhalter kennen diese Erkrankung, weil moderne Katzenrassen aus unterschiedlichen Züchtungen meist schon früher an anderen Erkrankungen sterben. Viel häufiger treten Organschäden auf, die die Tiere nicht überleben. Katzen mit einer Altersdemenz können aber trotzdem noch mit einer gewissen Würde und guten Pflege in Ruhe altern.

Eine Altersdemenz erkennen

Sollte die eigenen Hauskatze so alt werden, treten einige Merkmale solch einer Erkrankung auf. Natürlich leiden ältere Katzen auch unter einer Diabetes, unter schlechten Augen und einem geschädigten Hörvermögen, unter zu hohem Blutdruck und unter Fehlfunktionen der Schilddrüse. Eine Alterserkrankung ist sicherlich zuerst am Verhalten einer Katze zu bemerken. Katzen werden unsauber, laufen ohne sinnvolles Ziel umher, zeigen sich verwirrt und mit schlechter Orientierung, werden in der Nacht schreien und werden ihren sonstigen Rhythmus nicht mehr verfolgen. Sicherlich werden diese Tiere im Zusammenleben mit anderen Tieren plötzlich ein anderes Verhalten zeigen und sich eher zurückziehen. Auch soziale Probleme können bei einer Altersdemenz auftreten. Katzen werden mit einer Altersdemenz aber sicherlich bereits einem Tierarzt auffallen. Dieser wird dann Empfehlungen für eine Behandlung geben.

Hohe Kosten können Folge sein

Altersdemenz oder andere Erkrankungen gehen nicht nur mit großer Sorge des Halters ein, sondern auch mit hohen Kosten. Generell sollte daher mit frühen Jahren der Halter eine Katzenkrankenversicherung abschließen. Diese übernimmt dann die oft hohen Kosten beim Tierarzt. Bei älteren Katzen ab 16 Jahren ist eine vollwertige Katzenkrankenversicherung oft schwierig. In vielen Fällen empfiehlt sich aber eine Katzen OP-Versicherung, die auch bei Katzen im hohen Alter abgeschlossen werden kann.

Wie Katzen mit Altersdemenz behandeln?

Eine Empfehlung ist zunächst, dass eine Katze nicht mehr ins Freie darf. Ohnehin wird die Katze aus gesundheitlichen Gründen eher zurückgezogen sein und viel schlafen. Sie wird sicherlich ängstlicher oder gereizter reagieren, sodass eine vorsichtige Handhabung wichtig ist. Katzen sollten einen einfachen Zugang zu einem Katzenklo haben, damit sie nicht zu schnell unsauber werden. Eigentlich gibt es keine wirklich wirksamen Medikamente gegen eine Altersdemenz. Katzen werden einfach alt werden und sie sollten im gegebenen Fall am besten eingeschläfert werden, wenn sie ihres Lebens nicht mehr froh werden können. In der Zeit davor ist es zuerst aber wichtig, der Katze das Leben leichter zu machen und ihren Verstand nach Möglichkeit noch lange Zeit aktiv zu beschäftigen. Mit schlauen Spielideen und vielleicht einem Clickertraining könnte die Katze noch möglichst lange mobilisiert. Ein Alterungsprozess kann hiermit laut Tierärzten etwas hinausgezögert werden.

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