Blumenprints im Fokus

Blumenprints spielen in diesem Sommer weiterhin eine wichtige Rolle. Einige Designer wie Céline, D&G oder Erdem verbinden Blumenmuster mit dunkler Kleidung. Eigentlich müssten florale Muster ja bereits „ausgelutscht“ sein. Immerhin waren die Blumenprints in den letzten Jahren vielfach bei den Designern zu entdecken. Für diesen Sommer hingegen haben die Designer das Blumenmuster neu interpretiert. Blumenprints, die vor allem auf einen romantischen Eindruck zielten, sind out.

>>> Abbildungen oben links: Dolce & Gabbana Dramatik pur
Abbildung 2: Ärmelloses Kleid mit Rosenprints D&G
Abbildung 3: Wunderschöne Bluse mit Blumenprints
Abbildung 4: Leichtes tailliertes Kleid mit Blumen-Print

Stattdessen stehen düstere Blumen, die mit gedeckten Farben (Weinrot, Dunkelblau) kombiniert werden, im Vordergrund. Im Gegensatz zum Vorjahr sind die Blumenprints in diesem Sommer besonders aufwendig inszeniert. Blumenkleider werden raffiniert mit Spitze versehen und mit großflächigen Prints in Szene gesetzt. Marc Chain präsentierte zum Beispiel für diesen Sommer einen wunderschönen Damenmantel, der mit Seidenblumen verziert wurde. Andere wie Matthew Williamson präsentiert die Blüten nicht als Blumenprints, sondern aus Pailletten. Giles hingegen setzte auf Blumenmuster, die direkt in Lederkleider gelasert wurden.



Blumenprints mit Dramatik

Besonders schön sind die Blumenprints von Céline und Louis Vuitton. Schwarze Kleider und rote Rosen sorgen für einen dramatischen Effekt auf dem Outfit. House of Holland setzt bei den Blumenprints eher auf die Retro-Version. Prill Blumen nach der 1970er Variante standen hier im Vordergrund.

Orientalisch anmutend kommen die Blumenprints mit Anlehnung auf japanische Kirschblüten daher. Giambattista Valli oder Alexander McQueen orientierten sich gerne an Japan und schufen so mit ihren Werken eine kleine Hommage an das Land. Maison Martin Margiela setzt für den Sommer 2015 ebenfalls auf Blumenprints. Seine Seidenstoffe, die mit Blumen bedruckt wurden, erinnern dabei an das alte Japan. Retro ist also auch bei den Blumenprints nach wie vor ein klarer Fokus.

In die Army

Neben Blumenprints sind aber Army- und Safarilooks absolut im Trend. Schon im Winter zeigte sich der Military Look bei vielen Designern. Nicht nur in Andeutungsformen wie Schulterklappen oder ähnlichem, sondern auch in der Farbe. Marc Jacobs präsentierte seine Kollektion bevorzugt in den Military Farben wie Khaki, Grau, Dunkelblau oder Braun.

“Die Menschen streben nach Individualität, sehen am Ende aber doch wieder gleich aus“
 (Zitat von Marc Jacobs)

Eine düsteres Zitat, das sich jedoch oft bewahrheitet. Bei so großer Gleichmacherei stellt sich vor allem die Frage, wie der Military Look am besten zu tragen ist. Nicht jeder möchte von Kopf bis Fuß in Braun oder Khaki eingekleidet sein. MCBlog rät daher ganz klar zu Kontrasten. So kann zum Beispiel eine elegante Cargo Hose mit einem farbigen (z.B. lila) Top getragen werden. Oder, um direkt im Trend zu liegen: Cargo Hose mit Armyblusen und auffallenden Klappentaschen. Dabei darf die Hose auch schon einmal pink hervorstrahlen, damit der Armylook am Ende nicht zu hart erscheint. Als Abrundung dienen passende Accessoires zum Beispiel in Cognac Tönen oder bunte Edelsteinketten. Was jedoch gar nicht geht sind Camouflage Muster!