Korsett für mehr Weiblichkeit

Montag, 30 September, 2013

Viele verbinden das Korsett vor allem mit Zwang und Unbequemlichkeit. Und n der Tat zu gewissen Epochen in unserer Geschichte galt das Korsett als ein gesellschaftlicher Zwang. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Nach und nach schaffte es das Korsett wieder zurück in die Mode. War es doch praktisch mit dem Ersten Weltkrieg und den Frauenbewegungen um 1910 von der Bildfläche verschwunden. Aufgetaucht ist es erst wieder in den 1980er Jahren. Dabei war es aber zunächst der Gothic-Szene zuzurechnen. Als um die 1990er Jahre berühmte Stars wie Madonna damit kokettierten, interessierte sich die breite Masse wieder für das verloren geglaubte Modestück. Sicherlich ist das Korsett kein Kleidungsstück für jeden Tag, es sei denn, man möchte die Taille verkleinern. Dennoch passt es sich heute durch die verträumten und verspielten Farben ideal auch zu Jeans und Bluse an. Viele Modehäuser haben nicht ohne Grund ihr Auge auf das Kleidungsstück gerichtet, das bereits viele Jahrhunderte durchlebt hat.

Das Korsett in der Geschichte

Wann die Vorläufer zu finden sind, ist nicht so ganz klar. Jedoch fand man im Grab von Eleanora di Toledo ein gut erhaltenes Stück. Die Dame wurde um 1562 beerdigt. Damals war das Korsett vor allem der Oberschicht vorbehalten. Von einem bequemen Tragekomfort und Betonung der weiblichen Rundungen konnte man zu dieser Zeit aber nur träumen. Ohne einen Diener war es auch unmöglich, das gute Stück anzulegen. Damals galt es als modern, die Brust platt zu drücken. Dieses hat sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte geändert. In der Barockzeit um das 17. Jahrhundert herum wurden erstmals die Brüste durch das Korsett hervorgehoben. Noch verspielter und man könnte beinahe behaupten lustbetonter wirkte das Korsett im 18. Jahrhundert. So spielte sich im Rokoko Alter eine wunderbare Liaison zwischen Betonung der Weiblichkeit und der perfekten Haltung ab. Bis das normale Volk jedoch in den Genuss kommen konnte, sollte noch einige Zeit vergehen. Zwischenzeitlich im 19. Jahrhundert trugen auch Männer in England das Kleidungsstück. Während es in Frankreich nach der Französischen Revolution in Misskredit kam. Auch heute ist ein Herrenkorsett noch teilweise im Handel erhältlich. Im 20. Jahrhundert begann eine kurze Blütezeit. Die weiblichen Rundungen wurden weiter betont und moderene Herstellungsverfahren ließen den Preis fallen. Auch das normale Volk kam erstmals in den Genuss. Doch durch die Frauenaufstände und den Ersten Weltkrieg nahm das Korsett ein jähes Ende und verschwand ganz aus der Mode.

Modisch top

Seit einiger Zeit ist das Korsett wieder modisch top. Vor allem für Damen, die wert auf eine starke Persönlichkeit legen. Früher wurde das Korsett oft zu besonderen Anlässen getragen worden. Auch heute eignet es sich dafür noch wunderbar. Aber ebenso kann es einfach im Büro oder in der Freizeit getragen werden. Hierbei kommt es immer auf den individuellen Geschmack an und ob sich die Trägerin wohl darunter fühlt. Für die Männerwelt ist und bleibt das Korsett natürlich ein magischer Anzugspunkt.

Korsett Mode

Korsett betont die Taille

Das Kleidungsstück kann mit viel Eleganz die Taille betonen und somit deutlich zu einer Wespentaille verhelfen. Die weiblichen Rundungen werden damit bei der Trägerin zu einem wahren Hingucker. Getragen wird es gerne unter einem Kleid. Aber auch zur Jeans und Bluse passt es unheimlich gut. Wer zudem die Taille verkleinern möchte, kann das Korsett mehrere Stunden am Tag tragen. Die Schnürung sollte aber nur nach und nach verengt werden. Ärzte besagen, dass durch eine enge Schnürung die Organe nicht so weit in den Bauchraum geschoben werden. Das Material ist heute viel elastischer als noch vor einigen Jahrhunderten, in denen Frauen oft in Ohnmacht vielen. Als stylisches Accessoire ist es jedoch ein wahres Highlight. Die Stoffe, Farben und verspielten Muster beim Korsett machen das Kombinieren mit aktuellen Modetrends zu jeder Jahreszeit problemlos möglich.

Langsames gewöhnen

Wenn Sie erstmals ein Korsett tragen möchten, sollten Sie sich langsam annähern. Mit der Schnürung kann der Körper an das neue Gefühl gewöhnt werden. Auf keinen Fall sollte man von Beginn an eine zu enge Schnürung verwenden. Experten empfehlen den Umfang um maximal 2 – 3 Zentimeter alle 6 Monate zu verringern. Dabei sollten Sie folgende Formel verwenden.

Nach der ersten Schnürung verringern Sie die Taille bereits um etwas 18 – 26 Zentimeter. Allerdings kann das bei sehr zierlichen Damen bereits eine Menge sein. Empfohlen wird deshalb ein vorsichtiges Annähern. So sollte die erste Schnürung ungefähr 5/8 des Brustumfanges betragen. So bleibt auch der Bewegungskomfort erhalten.

Die Reinigung

Dennoch sollte das Korsett nicht ständig getragen werden. Am besten an kühleren Tagen. Grundsätzlich ist es sehr anfällig bei der Reinigung. Weshalb es nur wenig gewaschen beziehungsweise gereinigt werden sollte. Vielfach empfiehlt es sich, darunter einen Body zu tragen. Am sinnvollsten ist nach dem Tragen ein gründliches Auslüften. Ein Tragen in der prallen Sonne wird übrigens nicht empfohlen, da die Farben schnell ausbleichen. Interessanterweise sind oft die teuren Korsetts empfindlicher als die günstigeren. Bei der Reinigung gilt aber: Bitte nie die Waschmaschine verwenden. Entweder reinigen Sie vorsichtig mit der Handwäsche oder (unsere Empfehlung) Sie vertrauen das Korsett der chemischen Reinigung an. Die Handwäsche sollte nur dann angewandt werden, wenn das Stück aus Chemie- oder Naturfasern hergestellt wurde. Vor dem Gang in die Reinigung sollten alle Schnüre und Strumpfhalter entfernt werden.
Alle Bilder by xubangwen (July staff Sino) / flickr.

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