Mode & Essen

Geht Mode durch den Magen? Ist eine Frage, die sich immer wieder stellt. Dabei fällt uns ein Café ein, nicht unweit von uns. Dort wird nicht nur Kaffee und Kuchen serviert, sondern auch Handtaschen mit im Café verkauft. Ein großes Ladengeschäft, mit wirklich guten Torten. Aber leider ohne Gemütlichkeit und Lifestyle. Die meisten Kunden befinden sich im Seniorenalter. Damit ist das Geschäftsmodell leider regelrecht falsch geplant. Doch das muss nicht in jedem Fall so sein. Den mittlerweile hat sich Mode und Essen zu einem kleinen Trend entwickelt. Zusammen mit einem besonderen Einkaufserlebnis wird auch etwas Essbares serviert. Neu ist dieser Trend aber keinesfalls. Wer schnell einmal ein paar Tausender ausgeben möchte, konnte dieses in Edel-Boutiquen in den USA und in Frankreich schon immer genießen. Ein guter Tropfen Wein, ein paar warme Häppchen und schon war Mode im Wert eines Mittelklassewagens gekauft. Das Konzept bot sich bislang aber nur in den oberen Preisbereichen an.

Dass es nun auch bei günstigen Angeboten zu Mode und & Co. einzieht, ist erst seit ein paar Jahren neu. So sollen die Kunden zum Beispiel in einer Boutique der Hektik entfliehen können. Auf möglichst viel Raum bietet sich der pure Genuss im doppelten Effekt. Mode, so weit das Auge reicht und zwischendurch einfach Pause machen. Sich setzen und einen aromatischen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen genießen. So wird das Modegeschäft zu einem Rundumservice. So wird der Magen genauso wichtig, wie das, was Mann oder Frau auf der Haut tragen.

Blick auf Zürich

In der Bahnhofstrasse wird derzeit ein ehemaliges Bistro im 5. Stock umgebaut. Hier, wo ehemals 40 Plätze bestanden, sollen bereits im nächsten Sommer Magen und Haut verwöhnt werden. Ein innovatives Konzept soll aber nicht nur die gut betuchten anziehen. Schöne Mode von kompetentem, attraktiven Personal und dazu genau das Richtige für den Magen sollen das Erfolgsgeheimnis sein. Ein Konzept, das sicherlich viele Nachahmer finden wird.

Foto: Alexander Dreher / pixelio.de