Mode im Ausland bestellen

Samstag, 1 Februar, 2014

Postbote bringt Mode aus dem AuslandSeit dem Internet ist das Bestellen von Waren aller Art weltweit zu einem Kinderspiel geworden. Aussuchen, in den Warenkorb legen und einfach mit der Kreditkarte oder per PayPal bezahlen. Auch im Bereich von Mode und Schmuck ist das mittlerweile gängig. Viele Anbieter aus den USA und China haben sich mittlerweile auf europäische Kundschaft eingestellt und bieten beim Bestellvorgang mehrere Sprachen an. Doch kann das gutgehen und worauf sollte der Käufer achten?

Mode ist billiger im Ausland

Ganz interessant ist der Fakt, dass die Modebestellung im Ausland oft billiger ist. Möglich machen das zu einem andere Währungen und natürlich die jeweiligen Umstände im angebotenen Land. Asien dominiert dabei ganz besonders. Wer ein wenig sucht, findet mittlerweile einige Anbieter aus Asien, die ein so umfangreiches Angebot anbieten, das dieses selbst das Angebot von Otto erblassen lässt. Auffällig sind die wirklich günstigen Preise. Anzüge, Kostüme und schicke Kleidung wird dann bereits unter 10 Euro angeboten.

Allerdings ergaben Testkäufe immer wieder, dass die Qualität auf den Hochglanzfotos sehr erstaunlich ist, aber nicht immer mit den Kleidungsstücken bei der Lieferung übereinstimmen. Zum anderen herrscht in der EU eine hoher Qualitätsstandard, was auch die Behandlung der Kleidung mit gewissen Stoffen betrifft. Wer direkt zum Beispiel in Asien kauf, kann diese Qualitätsstandards natürlich nicht mehr verlangen. Auch das sollte bei der sehr günstigen Kleidung bedacht werden.

Größenangaben

Eine weitere Herausforderung sind die Größenangaben. Einige ausländische Anbieter versuchen mittlerweile deutsche und europäische Größen für mehr Bedienkomfort anzubieten. In anderen Shops sind nur die ausländischen Größenangaben vorhanden, sodass der Interessent zunächst umrechnen muss. Auffällig ist auch hier, dass viele Größen nicht so richtig passen wollen. Was bei einem deutschen oder europäischen Modeversand in der Regel damit gelöst ist, dass die Ware einfach zurückgeschickt wird. Diese Lösung besteht auch bei einigen ausländischen Anbietern, allerdings sind die Kosten oft so hoch, dass eine Rückversand nicht lohnt. Dann bleibt nur noch der Wiederverkauf über Online-Plattformen, den Flohmarkt oder als Geschenk an Freunde oder Verwandte.

Aufpassen bei Schmuck

Schmuck, insbesondere Uhren lassen sich besonders leicht im Ausland kaufen. Doch auch hier ist unbedingt Vorsicht angebracht. Viel zu leicht geraten Käufer dabei an Markenfälschungen. Dieses mag vielleicht beim Tragen nicht auffallen und auch die Qualität dieser Werke ist manchmal täuschend echt. Dennoch versteht der Zoll dabei keinen Spaß und die Bestellung kann letztendlich zu einem teuren Spiel werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Shop im Ausland Fälschungen oder Originale anbietet, fragen Sie einfach beim Markenhersteller nach, ob es Erfahrungen mit dem Shop gibt.

Zoll und Versand

Der Zoll ist zugleich ein gutes Stichwort. Denn auch wenn Sie ein gutes Schnäppchen gemacht haben, kann es noch zu hohen Kosten kommt. Der Zoll in Europa wirft gerne einmal einen Blick auf die Pakete aus dem Ausland. Vielfach lässt sich eine fehlerhafte Verzollung feststellen. Die NACH-Kosten hat letztlich der Besteller zu tragen. Solange die kommerzielle Sendung einen Wert von 22 Euro nicht übersteigt, müssen keine Einfuhr- oder Zollabgaben bezahlt werden. Ab 22 bis 150 Euro muss die Einfuhrumsatzsteuer entrichtet werden. Zur Berechnung wird der Warenwert mit Porto und Versand herangezogen! Allerdings sind Parfüms und Eau de Toilette generell von einer Zollbefreiung ausgenommen.

Auch die Versandkosten können durchaus einschlagen. Zumal der Versand teilweise –je nach Anbieter- bis zu 10 Wochen auf sich warten lassen kann.

Kundenservice

Eigentlich bieten die meisten ausländischen Anbieter einen Kundenservice an. Aber auch wenn die Bestellmöglichkeiten auf der Webseite in Deutsch verfasst sind, bleibt beim Kontakt mit dem Kundenservice oft nur die Landessprache des Anbieters zur Verfügung. Das kann die Kommunikation unter Umständen deutlich erschweren.

Fazit

Gute Erfahrungen haben wir teilweise mit Einkäufen in den USA gemacht. Besonders bei Schuhen kann sich das virtuelle Auslands-Shopping lohnen. Hierbei sollten Sie aber auf den Umrechnungskurs achten und nur dann bestellen, wenn dieser vorteilshaft für den Euro ist. Mit langen Lieferzeiten muss aber gerechnet werden. Bei asiatischen Herstellern war das schon etwas schwieriger. Die Qualität ist bei einer Fertigung, die gezielt für den deutschen Markt bestimmt ist gut bis sehr gut. Aber bei den Angeboten für Endkunden handelt es sich zumeist um Ware nach chinesischen Vorgaben und Bestimmungen. Da können teilweise schon zwei Welten aufeinanderstoßen, die nicht immer zueinanderpassen.

Sinn nur bei Experimentierfreudigkeit
Das Bestellen im Shop außerhalb der EU macht eigentlich nur Sinn, wenn Sie wirklich experimentierfreudig sind und den bezahlten Betrag auch einfach als spaßige Erfahrung abbuchen können. Ansonsten raten wir Ihnen dazu, in Deutschland oder der EU einzukaufen. Im Endeffekt kommt das, berechnet man Versand, Zoll und Wartezeit aus dem Ausland faktisch zum gleichen Preis, als wenn Sie die Mode direkt im Online-Shop oder Ladengeschäft erwerben.

 

Bild: Grabosch/pixelio.de