Poloshirt – Wie tragen?

In unserer Reihe rund um die Stilfrage geht es heute um das Poloshirt. Wie wird es richtig getragen? Eine Frage, die sich vor allem beim Mann stellt. MCBlog hat sich daher diesem Thema einmal genau gewidmet. Das Poloshirt ist der Klassiker schlechthin. Längst sind aber die Zeiten vorbei, in denen das Poloshirt nur mit dem Schläger in der Hand hoch zu Ross getragen werden konnte. Kombiniert werden kann es heute mit praktisch jedem Outfit. Ob für den Abend oder auch lässig-elegant für das Büro. Was jedoch am Arbeitsplatz oder beim Treffen mit dem Kunden zu beachten ist, haben wir ebenfalls noch einmal in einem gesonderten Absatz zusammengefast. Seinen Durchbruch fand das Poloshirt in den 1930er Jahren. Der französische Tennisspieler René Lacoste schaffte es, das Shirt auch abseits der Sportfelder salonfähig zu machen. So wundert es nicht, das der Name Lacoste noch heute weltbekannt und auf vielen Poloshirts in Form des Krokodils (Krokodil ist der Spitzname von Lacoste) zu finden ist. 1976 erwarb Ralph Lauren die Rechte an Polo. Ralph Lauren, Lacoste und Tommy Hilfiger Poloshirts sind wohl weltweit die bekanntesten.

Poloshirt tragen – Wie trage ich das Poloshirt

Bevor wir diese Frage beantworten, sollten Sie immer im eines im Hintergedanken haben: Das Poloshirt kommt aus dem Sport. Es kann legere zu einer Jeans, Chinos und Khakis getragen werden. Ganz wichtig ist die Passform!



Größe und Länge beachten
Die Ärmel beim Poloshirt sollten ungefähr 10 Zentimeter über den Ellenbogen enden. Das Poloshirt sollte ungefähr auf Höhe der Hüfte enden. Dabei sollte der Stoff nicht eng anliegen, sondern den Körper umspielen. Keinesfalls darf das Poloshirt Überlänge haben.

Kann ich ein Unterhemd darunter tragen?
Auch das beobachten wir von MCBlog immer wieder. Das Poloshirt wird mit einem Hemd darunter (oft T-Shirt) getragen. Aber geht das wirklich oder ist das ein Stilbruch? -Nein, es gibt viele Gründe für ein Hemd unter dem Poloshirt. Ganz wichtig hierbei: Es darf nicht erkennbar sein. Wer im Sommer einen Schweißschutz tragen möchte, sollte sich immer für ein T-Shirt oder anderes Unterhemd entscheiden, das unsichtbar bleibt. Die Ärmel des Unterhemdes dürfen nicht sichtbar werden. Das gilt auch, wenn beim Poloshirt die Knöpfe offen bleiben. In diesem Fall darf das Unterhemd ebenfalls nicht erkennbar sein. Sinnvoll sind für darunter dünne Hemden mit einem V-Ausschnitt (Deep-V-Neck Variante). Am einfachsten ist es aber, das Poloshirt ohne ein Unterhemd zu tragen.

Knöpfe offen tragen?
Hier scheiden sich die Geister. Wer das Poloshirt tragen möchte, wird auch immer wieder seinen Fokus auf die Knöpfe werfen. Ob das Poloshirt nun ganz offen getragen wird oder zumindest ein Knopf offen bleibt, sollte jeder selbst erscheinen. Bei der ersten Variante ist aber der richtige Sitz wichtig. Das Poloshirt sollte dann keinesfalls schlampig wirken. Zudem muss es natürlich zum Träger passen! Ganz zugeknöpft werden sollte es aber auf keinen Fall. Das wirkt zu streng und entspricht nicht dem Charakter des Poloshirts.

Poloshirt im Büro tragen

Eine andere wichtige Frage beim Poloshirt tragen ist das berufliche Umfeld. Kann ich es im Büro oder bei einem Kundenbesuch tragen? Grundsätzlich sind hier zunächst die Branche und die Dresscode-Vorgabe im Büro wichtig. In der Bank oder bei in einem Rechtsanwaltsbüro dürfte das Poloshirt fehl am Platz sein. In vielen anderen Branchen und Firmen, in denen aber legere Kleidung gang und gäbe sind, hat es längst seinen Einzug gefunden. Wichtig auch hierbei sind Größe und Länge und das richtige Tragen. Ist das Poloshirt legitim im Büro, achten Sie bitte ebenso auf die richtigen Farben. Dezent und zurückhaltend sollte es im Büro sein. Hier empfehlen sich schwarz, dunkelblau oder dunkle rote Farben. Knallige Farbtöne haben im Büro in der Regel aber nichts zu suchen.

Poloshirt tragen – Kundentermin?
Anders könnte das jedoch bei einem Kundentermin aussehen. Geht es darum, dem Kunden etwas verkaufen zu wollen, raten wir vom Poloshirt ab. Hier sollte lieber der normale Dresscode für ein Kundengespräch gelten. Ein Poloshirt macht nur dann Sinn, wenn der Geschäftspartner bekannt ist und das Treffen auch einen privaten Charakter hat.

Poloshirt tragen – Das geht gar nicht

Das Poloshirt ist ein Allrounder. Dennoch gibt es auch hier einige No-Gos zu beachten. Ein Poloshirt darf nie zu lang sein. Das gilt sowohl für Mann als auch für Frau. Wer es als Übergröße trägt, läuft schnell Gefahr darin albern auszusehen. Eine Krawatte wird natürlich ebenfalls nicht mit dem Poloshirt kombiniert. Als Hemd darunter, wird ebenso keinesfalls getragen. Immer wieder beobachten wir, dass einige das Poloshirt unter einem Rollkragenpullover tragen. Am Ende entsteht hierbei folgender Effekt: Ein Buckel wird vorgetäuscht. Unter einem V-Pullover hingegen kann es elegant wirken, wenn alles richtig sitzt.

Poloshirt tragen – Und er Kragen?
Schnell und einfach gesagt: Der Kragen bleibt unten! Es wikt absolut nicht cool, wenn der Kragen beim Poloshirt aufgestellt wird. Ausnahmen mögen am Strand bestehen, wenn die Sonne besonders heiß brennt. In allen anderen Lebenslagen ist das aber ein großes Tabu.

Poloshirt in die Hose stecken?
Auch das wir ewig diskutiert. Doch Fakt ist, das Poloshirt ist ein sportliches und sommerliches Kleidungsstück. Es gehört nicht in die Hose! Es wird offen über der Hose getragen. Alles andere ist ein Fauxpas.

Poloshirt Geschichte

Bevor Lacoste das Poloshirt salonfähig machte, hat es sich längst im Sport etabliert. Nicht nur im Tennis. Um das 19. Jahrhundert gehörte das Poloshirt zum festen Bestandteil der Polospieler. Sie trugen damals gestrickte Shirts mit Kragen und langen Ärmeln. Damals war es noch undenkbar, das Poloshirt auch in der Freizeit zu tragen. Erst als das Krokodil (Spitzname von dem legendären französischen Tennisspieler René Lacoste) bei US-Open im Jahr 1926 mit einem kurzärmeligen Poloshirt auftauchte, wurden kurze Zeit später die Shirts in vielen Ecken der Welt angeboten. Heute gehört das Shirt sogar als fester Bestandteil zur amerikanischen Schuluniformen dazu, zum sogenannten Peppy-Look (tragen Schüler in den USA auf den weiterführenden –Preparatory School- Schulen).