Streetwear – mehr als Straßentrend!

Streetwear heißt wörtlich übersetzt aus dem Englischen zunächst nicht viel mehr als Straßenkleidung. So unspektakulär wie dieser Begriff klingt, ist die Streetwear aber bei Weitem nicht. Gemeint ist damit meist eher jugendliche Freizeitkleidung, die sich aus verschiedensten Einflüssen entwickelt. So üben beispielsweise Skatewear, Sportswear und Clubwear, aber auch Urban Clothing und Street Style einen Einfluss auf die Streetwear aus – wie genau das jeweils aussieht, das ist allerdings nicht so leicht zu definieren.

Die Geschichte der Streetwear

Streetwear wird mittlerweile zwar auch vielfach als Marketingbegriff eingesetzt, ist aber vor allem ein Modetrend, der sich durch die wachsende Bedeutung und Verbreitung von Blogs etablieren konnte. Ziel der zahlreichen Modeblogs ist es, Trends zu entdecken und mit den Lesern zu teilen. Und diese Trends stammen schon lange nicht mehr nur von den elitären Modenschauen und Runways der Welt, sondern vor allem auch von der Straße. Individuell, außergewöhnlich oder einfach extrem trendy gekleidete Passanten werden durch den Streetwear- und Fashionblog-Hype zu wahren Stars, indem die Fotos ihrer Outfits stilgebend für eine größere Masse werden. Vor allem haben es die Blogger natürlich auf stilsichere Menschen in den großen Metropolen wie Berlin, London, New York und Paris abgesehen. Und so kommt es, dass heutzutage rasend schnell zum Trend wird, was eine junge Frau am anderen Ende der Welt auf der Straße beim Einkaufsbummel trägt.

Los ging es mit der Streetwear aber schon viel früher, nämlich in den 1980er und 1990er Jahren. Zu dieser Zeit wurde Skatewear vor allem an der Westküste der USA getragen und unabhängig davon, ob Skater oder nicht, zum Massentrend. Auch die Hip Hop-Szene, Graffiti-Sprayer und Surfer sprang auf den Streetwear-Trend auf und bald etablierten sich Labels, die sich eigens die Vermarktung von lässigem Straßenstil auf die Fahnen geschrieben hatten.

Streetwear – Wie sieht das aus und wer kann es tragen?

Relikte der Skatewear sind definitiv die Vans, Sneakers und Skateschuhe sowie Caps und Hoodies, die auch heute noch häufig Teil der Streetwear sind. Allerdings liegt der Fokus nun viel stärker auf Individualität, Lässigkeit und Unangepasstheit. Subkulturen drücken sich in ihrer individuellen Streetwear aus und von Chinos über Holzfällerhemden bis Blümchenkleid und Lederjacke kann Streetwear wirklich alles sein. Auch mit provokanten Prints versehene T-Shirts, Röhrenjeans und außergewöhnliche Key-Pieces zählen dazu. Oft sind die Outfits sogar von den großen Designern inspiriert und auch hochwertige Materialien kennzeichnen den Stil. Prestigeträchtige Kooperationen werden angestoßen, wie beispielsweise zwischen Vans und Marc Jacobs oder Umbro und Kim Jones. So kommt es, dass mittlerweile selbst Anzüge streetwear-tauglich sind. Spannend dabei ist, wie die Streetwear variiert, je nach dem in welcher Stadt und auf welchem Kontinent man sich befindet. So ist Paris zum Beispiel naturgemäß chicer als Berlin und New York.

Fazit Streetware
Streetwear ist eine Art, sich auszudrücken und seinen eigenen Stil zu verkörpern. Das bedeutet auch, dass er auf keinen Fall nur der Jugend vorbehalten ist. Auch in den einschlägigen Fashion-Blogs sieht man immer mehr ältere Stilvorbilder, die mit ihren Outfits inspirieren. So wurde Streetwear ungewollt vom subkulturellen Kleidungsstil zur massenkompatiblen Styling-Devise.

 

Artikel-Bild:  ohhgee/flickr.