Upcycling-Mode Update

Das der Trend der Upcycling-Mode derzeit die Modewelt wach hält, zeigt ein Blick nach Berlin. Beim Sommerfest der Berliner Stadtmission zeigten vor allem junge Modemacher neue Modelle der Upcycling-Mode. So sah man Kleidung aus Bettlaken und aus Unterwäsche-Resten. Dabei sollte Upcycling-Mode diesen Herbst doch vor allem extravagant werden und auch die anspruchsvolle Käuferschaft ansprechen. Mit Kleidung aus Unterwäsche-Resten dürfte das jedoch nicht gelingen. Oder zeigt eine solche Modeschau, dass die Upcycling-Mode die hochgesteckten Ziele bereits verpasst hat?

Upcycling-Mode mal anders

Auch der Ort der Modeschau war diesesmal sehr ungewöhnlich. Die gemeinnützige Organisation hielt die Modeshow unweit des Hauptbahnhofes ab. Dennoch kamen zahlreiche Besucher. Die Sonne spielte bei der Upcycling-Mode Veranstaltung mit und zeigte ihr bestes Gesicht. Doch die eigentlichen Zielgruppen blieben bei so einer Veranstaltung natürlich aus. Zielgruppe waren vor allem Bedürftige. Also das Gegenteil dessen, was die Upcycling-Mode dieses Jahr eigentlich sein sollte. Dennoch betonten die Designer, die jedoch in kaum einer Pressemeldung namentlich genannt wurden, dass die Mode eben nicht für Bedürftige oder für den Shop der Stadtmission geeignet sei beziehungsweise dort angeboten werden soll. Dann stellt sich allerdings die Frage, welchem Zweck die Veranstaltung eigentlich diente? So klar wurde das anscheinend niemandem. Dennoch plant man, die Werke ab Oktober in Berlin Mitte zu verkaufen. Da der Begriff alte Unterwäsche immer wieder bei der Veranstaltung impliziert wurde, bleibt der Erfolg jedoch abzuwarten.

Bild: Rudolpho Duba  / pixelio.de