Zara in Indien ganz vorn

Die spanische Zara Kette, die überall in Europa und weltweit bereits zum Begriff wurde, hat bereit seit längerer Zeit auch in Indien expandiert. Dort schlägt das Label Zara nun eine Welle nach der anderen. Zusammen mit dem indischen Unternehmen Trent (Tata Gruppe) besteht ein Joint Venture. So firmiert dort Zara als Inditex Trent. In Folge von 3 Jahren konnte das Unternehmen dort Gewinne einfahren. Das liegt vor allem an der Fast-Fashion-Kombination und natürlich auch in dem starken Wachstum des Landes. Vor allem die regen Ausverkäufe und Saisonschlussverkäufe führen bei Zara in Indien regelmäßig zu hohen Zuläufen. Dieser Ansatz wird ja auch von vielen anderen Labels in Europa, wie H&M betrieben. Ware wird günstig angeboten und dann nach einer Weile billig mit Rabatten abgestoßen, woraus sich die meisten Gewinne ergeben.

Zara und der Ansatz in Indien

Zara nutzt praktisch in jedem Land einen identischen Fashion-Ansatz. So wird fast immer das gleiche Modell produziert, das für die Marke weltweit funktioniert hat. Also Nachahmungen, die billig verkauft werden. Vorwiegend handelt es sich um Nachahmungen der letzten Designerware oder Trends. Zugleich wird in Indien die Ware auch direkt produziert, was noch einmal den Preis deutlich nach unten treibt. Zoll- und Transportkosten entfallen vollkommen. Fast Fashion bedeutet aber auch: Ist ein Teil von Zara innert 7 Tagen nicht gefragt, verschwindet es vollkommen. Ebenso gilt der Ansatz um bis zu 20 Prozent günstiger als die Konkurrenz zu sein. Der Preis steht also vor der Qualität. Alleine die Onlineumsätze von Zara waren die höchsten weltweit. Aber nicht erst letztes Jahr, sondern bereits im Jahr 2010. Auch in schwachen Jahren konnte Zara in Indien gute Ergebnisse liefern. Im Land werden aktuell 13 Geschäfte betrieben. So unter anderem in Mumbai, Delhi und Bangalore. Weltweit sogar 1808 in mehr als 86 Ländern. Zara gilt als ein Vorzeigeunternehmen. Zugute kommt dem Label allerdings, das es in Indien praktisch keine Konkurrenz gibt. Die Marke H&M hat lange geschlafen und bereitet erst jetzt den Markteintritt langsam vor.

Bild: Stéphanie Moisan/Flickr.